Das Projekt

„Mules of Marius“ (auf Deutsch „Maultiere des Marius“) war der spöttische Name für die römischen Legionäre nach den Reformen des Generals Marius. Um die Marsch-Geschwindigkeit  zu erhöhen, lies der General die Legionäre ihr Gepäck selbst tragen, und verkleinerte so den langsamen Tross der Lasttiere.

„Mules of Marius“ startete als kleine Wanderausstellung für Schulen. Die Ausstellung sollte die Neugier und Interesse zu Beginn des Faches „Geschichte“ in den Klassenstufen 5-6 wecken, also von Schülern im Alter von 10-12 Jahren; sie sollte jedoch nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer begeistern. Durch die Unterstützung vieler Enthusiasten wuchs die Ausstellung und sprengte bald den Rahmen einer kleinen Wanderausstellung. Die Austellung wurde auf rund 600 Quadratmetern einem internationalen Kongress von Archäologen (Limes Kongress) in Regensburg mit großem Erfolg präsentiert und als Sonderausstellung im Historischen Museum Regensburg von September 2015 bis Februar 2016 fortgesetzt (Gästebuch).

Philosophie:  Inspiration statt Erklärung

In der ursprünglichen Form sollte die Ausstellung wenig erklären, sondern vor allem inspirieren. Im Gegensatz zu „normalen“ Museums-Ausstellung (Objekt = Original, Erklärungs-Text = Modern) weckt „Mules-of-Marius“ Neugierde durch begreifbare Objekte (Objekt =Modern) und schlägt die Brücke zum Original durch beigefügte historische Quellen (Text = Original).  Ohne Erklärungen, aber angeregt durch Objekte und dazu passende Quellen, sollten Schüler und Lehrer im gemeinsamen Unterricht selbst Antworten finden auf die viele Fragen, die „Mules-of-Marius“ provoziert.

Das Thema „Römische Armee“ ist dabei vordergründig militärisch, animiert die Schüler jedoch schnell auch zu gesellschaftlichen Fragen (warum hat ein jugendlicher, unerfahrener Tribun mehr zu sagen als der erfahrene Zenturio?) und erlaubt so einen kreativen, inspirierenden Einstieg in das Fach „Geschichte“.  Die Schüler begreifen schnell die Herausforderungen jener Zeit, die sich gar nicht so stark unterscheiden von den Herausforderungen, denen wir heute in den täglichen Nachrichten begegnen.

Über Mich

Mein Name ist Thomas Kurtz. Ich arbeite in München für eine Vermögensverwaltung. Ich begann die Wanderausstellung für Schulen, weil meine zwei Kinder oft frustriert waren vom Geschichtsunterricht und gelangweilt von den meisten Museen.  Ich selbst bin begeistert vom Fach Geschichte und überzeugt davon, dass man auch Schüler für das Fach begeistern kann, „wenn die Verpackung stimmt“. Die Ausstellung sollte diese „Verpackung“ liefern, und zwar gleich im ersten Lehrjahr Geschichte.

Über Andere

Viele Enthusiasten haben zur Ausstellung beigetragen und unterstützen die Weiterentwicklung der Ausstellung auch weiterhin. Dazu gehören:

Dr. Christian Koepfer  –  Historische Beratung, Kurator der Regensburger Ausstellung 2015

Graham Sumner – Illustration der lebensgroßen Figuren  Graham Sumner Illustrator

Joerg Schmaeling –  Authentische Zinnfiguren höchster Qualität  Art Miniaturen

Patrick Ullrich – Dioramen-Bau (Marsch, Ala, ..)   Geschichte in Miniaturen

Friedrich Höchsmann – Dioramen-Bau  (Marschlager, ..)

Detlef Rohnstein –  Holzmodelle (Ballista, ..)  Modellbau Quedlinburg

Michael Volquarts  –  Bemalung aller 50 mm Zinnfiguren  Michael Volquarts